Alexei Makartsev: Im Haus der fünftausend Zimmer

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"Die spinnen, die Briten". So viel wusste ich aus "Asterix". Bevor ich als Korrespondent nach London kam, hatte ich auch gelesen, dass der "Waterloo Sunset" schön ist, dafür die Sandwiches grässlich, dass Big Ben kein Turm ist, sondern eine Glocke. Und dass man die Queen nie ansprechen darf. Als meine Familie 2006 nach acht Jahren in Russland den britischen Boden betrat, wurden wir gleich von einer Maklerin übers Ohr gehauen. In den Jahren danach hatte ich viel gelernt.

Zum Beispiel, dass die Briten am Donnerstag wählen und die Wildschweine nicht nur in Pfefferminzsauße essen (siehe Asterix). Ich weiß heute auch, dass die lebendige britische Metropole als ein Schmelztiegel der Nationen mit acht Millionen Menschen aus 182 Ländern, die 300 Sprachen sprechen, der kosmopolitischste und toleranteste Platz der Welt ist, in dem man sich als Gast wohl fühlt. Aber nur, wenn man nicht im Sommer mit der heißen Bakerloo-Line der Tube fahren muss.

"Endlich war ich in London, und nichts machte mir mehr Spaß, als den ganzen Tag in meinem neuen Revier herumzuschlen-
dern.
London kam mir vor wie ein Haus mit fünftausend verschiedenen Zimmern", schrieb Hanif Kureishi in "Der Buddha aus der Vorstadt". Auch ich nutzte als Korrespondent von fünf deutschen Tageszeitungen sieben Jahre lang jede Gelegenheit, um neue Zimmer zu entdecken.

Mein englisches "Abenteuer" ging 2013 zu Ende. Wir wohnen jetzt im malerischen Allgäu. Heute arbeite ich als Politikredakteur der Schwäbischen Zeitung in Ravensburg. Aus Nostalgiegründen bleibt diese Seite noch im Netz. Besuchen Sie doch einmal meine neue Webseite, die der Raumfahrt gewidmet ist!

Hier können Sie noch einige spannende Geschichten aus dem Königreich der Teetrinker lesen.

Im "fließenden" London-Blog erfahren Sie unter anderem:
- Wie sich jemand fühlt, der im Dorf "Wahrheit" geboren wurde;
- Was glücklich verstorbene Hühner mit den Tories zu tun haben;
- Warum die englischen Jedi-Ritter sauer auf Tesco-Märkte sind;
- Wie sich die Briten im Kalten Krieg um ihren Tee sorgten.
Viel Spaß beim Lesen. Und nehmen Sie bloß nicht alles ernst!

Meine Bilder gibt es auch bei Flickr zu sehen. Das Big-Ben-Introbild ist aber vom Briten Jason Hawkes!

P.S. Für Englandfans lohnt sich der Besuch der Webseite Trivago, die Übernachtungen in der Hauptstadt zu günstigen Preisen anbietet.


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